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Tennisarm vs. Golferarm – Symptome, Ursachen und Tipps
Auch wenn Sie nichts mit Tennis oder Golf am Hut haben, ein Tennisarm oder Golferarm kann auch im Alltag auftreten. Ein typisches Symptom, das beide gemeinsam haben: Der stechende Schmerz im Ellenbogen, der einem manchmal selbst auch die kleinsten Bewegungen verleidet.
Symptome – so können Sie einen Tennisarm und Golferarm unterscheiden
Auf den ersten Blick scheint es gar nicht so einfach, einen Tennisarm von einem Golferarm zu unterscheiden – kein Wunder, beide sorgen für Schmerzen im Ellenbogen. Eindeutiger wird das Ganze vor allem dann, wenn Sie die Beschwerden genauer lokalisieren – also: Treten die Schmerzen auf der Innen- oder Außenseite Ihres Ellenbogens auf? Die Symptome eines Tennisarms machen sich nämlich typischerweise auf der äußeren Seite bemerkbar – bei einem Golferarm hingegen schmerzt es an der Innenseite. Die folgenden Symptome können auftreten:
Nicht nur beim Sport: Ursachen für einen Tennisarm und Golferarm
Verantwortlich für einen Tennis- bzw. Golferarm ist eine Überanstrengung der Streck- bzw. Beugermuskeln. Dadurch können kleinste Verletzungen und Entzündungen am Sehnenansatz entstehen, die dann zu den Symptomen führen. Insbesondere, wenn die Unterarmmuskeln sonst nur wenig gefordert werden, dann jedoch stark belastet werden. Doch auch regelmäßige einseitige Belastungen können zu einem Tennisarm und Golferarm führen, wie z.B.:
Was Sie gegen einen Tennisarm und Golferarm tun können
Wenn Sie Schmerzen im Ellenbogen haben und einen Tennisarm oder Golferarm vermuten, ist es zunächst wichtig, Ihre Beschwerden ärztlich abklären zu lassen. In der Akutphase heißt es dann vor allem: schonen und kühlen. Versuchen Sie die auslösende Bewegung bestmöglich zu vermeiden bzw. mindestens zu verringern – auch Manschetten oder Bandagen können helfen, den Arm zu entlasten.
Spezielle Kraft- und Dehnübungen können außerdem dazu beitragen, dass die Beschwerden eines Tennisarms oder Golferarms schneller wieder abklingen. Besonders bewährt hat sich dabei das sogenannte exzentrische Training – also die Phase einer Bewegung, wenn sich der Muskel wieder dehnt. Einfacher wird es an einem Beispiel: Sie nehmen ein Gewicht in die Hand und beugen Ihre Arme, so dass Ihre Hand möglichst dicht an Ihre Schulter kommt – das ist die sogenannte konzentrische Bewegung, sprich: der Muskel zieht sich dabei zusammen. Wenn Sie dann das Gewicht langsam ablassen, verlängert sich die Muskulatur wieder. Beim exzentrischen Training wird also nur die Abwärtsbewegung einer Übung durchgeführt, um durch das langsame Abbremsen der Belastung die Muskeln zu stärken. Auch nach dem Abklingen der Beschwerden kann Ihnen das exzentrische Training helfen, einen erneuten Tennisarm oder Golferarm vorzubeugen.
Tennisarm vs. Golferarm- FAQs: Die wichtigsten Fragen im Überblick
Was ist der Unterschied zwischen Tennisarm und Golferarm?
Der Hauptunterschied liegt in der Schmerzlokalisation. Beim Tennisarm treten die Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens auf, beim Golferarm an der Innenseite. Beide Erkrankungen entstehen durch Überlastung der Sehnenansätze im Bereich des Ellenbogens.
Welche Symptome treten bei einem Tennisarm auf?
Typische Tennisarm-Symptome sind Schmerzen an der äußeren Ellenbogenseite, besonders beim Greifen oder Strecken der Hand. Auch Druckschmerz und Kraftverlust können auftreten. Alltägliche Bewegungen wie das Anheben eines Wasserglases können schmerzhaft sein.
Welche Beschwerden verursacht ein Golferarm?
Beim Golferarm schmerzt vor allem die Innenseite des Ellenbogens. Beschwerden treten häufig beim Beugen des Handgelenks oder beim festen Zugreifen auf. Auch hier kann es zu Bewegungseinschränkungen im Arm kommen.
Entsteht ein Tennisarm nur durch Sport?
Ein Tennisarm oder Golferarm entsteht häufig durch einseitige Belastungen im Alltag oder Beruf. Arbeiten am Computer, handwerkliche Tätigkeiten oder Musizieren können die Unterarmmuskulatur stark beanspruchen. Sportarten wie Tennis oder Golf sind nur mögliche Auslöser.
Wie entstehen Tennisarm und Golferarm?
Beide Erkrankungen entstehen durch Überanstrengung der Unterarmmuskulatur. Dabei kommt es zu kleinsten Verletzungen am Sehnenansatz, die Entzündungsreaktionen auslösen können. Wiederholte, einseitige Bewegungen erhöhen das Risiko.
Was hilft bei einem Tennisarm oder Golferarm?
In der Akutphase sind Schonung und Kühlung wichtig. Die auslösenden Bewegungen sollten vorübergehend reduziert werden. Bandagen oder Manschetten können zusätzlich entlasten.
Ist exzentrisches Training bei Tennisarm sinnvoll?
Exzentrisches Training gilt als bewährte Methode zur Behandlung von Tennisarm und Golferarm. Dabei wird der Muskel unter kontrollierter Verlängerung belastet, etwa beim langsamen Absenken eines Gewichts. Diese Trainingsform kann die Sehnenstruktur stärken und Rückfällen vorbeugen.
Wie lange dauert die Heilung eines Tennisarms?
Die Dauer hängt vom Schweregrad und der Belastung ab. In leichten Fällen können sich die Beschwerden innerhalb weniger Wochen bessern. Bei chronischen Verläufen kann die Heilung mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Kann man einem Tennisarm oder Golferarm vorbeugen?
Durch gezielte Kräftigungs- und Dehnübungen für die Unterarmmuskulatur lässt sich das Risiko reduzieren. Auch regelmäßige Pausen bei einseitigen Tätigkeiten sind wichtig. Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung kann ebenfalls vorbeugend wirken.
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