Mann mit Mütze und Handschuhen nimmt im Winter ein Eisbad.
Alltagsratgeber

Eisbaden: Wie gesund ist es wirklich – und hilfreiche Tipps

Lesezeit ca. 1 Min

Die Badesaison endet nicht unbedingt mit den letzten warmen Sonnenstrahlen im Spätsommer – manch Hartgesottene trauen sich auch im Winter ins kalte Nass. Eisbaden findet immer mehr begeisterte Anhänger – doch wie gesund ist es wirklich?

Eis- bzw. Winterbaden hat in den skandinavischen Ländern schon lange Tradition und auch hierzulande wagen sich schon einige bei eisigen Temperaturen in Badekleidung. Während bei manchen die Eistonne im Garten oder auf dem Balkon steht, nehmen andere ihr Winterbad lieber in natürlichen Gewässern. Eines haben alle jedoch gemeinsam: Sie versprechen sich vom Eisbaden einen positiven Effekt auf ihre Gesundheit.

Frostige Angelegenheit: Eisbaden und seine gesundheitlichen Vorteile

Sich bei eisigen Temperaturen ins gefühlt noch viel eisigere Wasser zu wagen, kann sich tatsächlich lohnen. Der Kältereiz bringt in unserem Körper so einiges in Gang. Dadurch kann sich Eisbaden ganz vielfältig auf unsere Gesundheit auswirken.

  • Herz und Gefäßgesundheit: Der Kältereiz beim Eisbaden verengt vorübergehend die Blutgefäße, die sich dann beim Aufwärmen wieder weiten. Dieser Wechsel fördert die Durchblutung und verbessert die Gefäßfunktion.

  • Immunsystem: Da die ganze Blutzirkulation im Körper beim Winterbaden angekurbelt wird, werden auch unsere Schleimhäute besser durchblutet. Das erschwert Viren und Bakterien das Eindringen in den Körper.

  • Regeneration: Bei vielen Profisportlern ist Eisbaden ein festes Ritual nach anstrengenden Trainingseinheiten oder Wettkämpfen. Und das aus gutem Grund: Der Kältereiz löst eine positive Stressreaktion aus – Adrenalin, Endorphine und entzündungshemmende Stoffe werden freigesetzt. Das wirkt sich nicht nur positiv auf unser Immunsystem aus, sondern auch – vor allem bei regelmäßiger Anwendung – auf unsere Regenerationsfähigkeit.

  • Kalorienverbrauch: Eine Studie des National Institute of Health ergab, dass der Kältereiz sogar die Fettverbrennung anregen kann. Die Wissenschaftler sind sich allerdings noch nicht einig, wie viele Kalorien dabei tatsächlich verbraucht werden – während bei manchen Studien ein zusätzlicher Verbrauch von 500 Kalorien ermittelt wurde, waren es bei anderen lediglich 30.

  • Psyche: Eisbaden bringt nicht nur Vorteile für unsere körperliche Gesundheit mit sich – auch unsere Psyche kann davon profitieren. Die Hormone, die durch den eiskalten Frischekick ausgeschüttet werden – allen voran die Endorphine – sorgen für ein wohliges Glücksgefühl. Gleichzeitig ist jedes Winterbad ein kleines mentales Erfolgserlebnis, denn das Eintauchen ins kalte Nass kostet immer Überwindung – auch für begeisterte „Eisbader“. 

5 Tipps für gesundes Eisbaden

Auch wenn der Gedanke ans Eisbaden erstmal Gänsehaut auslöst – unsere Gesundheit kann davon profitieren. Sie möchten es selbst mal ausprobieren? Dann helfen Ihnen die folgenden Tipps – wortwörtlich – beim Einstieg.

Die richtige Vorbereitung

Untrainiert ins kalte Nass? Keine gute Idee. Bevor Sie mit dem Eisbaden in der Tonne oder im See beginnen, ist es wichtig sich langsam an den Kältereiz heranzutasten. Am besten dafür geeignet sind kalte Duschen oder Wechselduschen. Auch ein medizinischer Check-Up ist sinnvoll, um zuvor mögliche Herz- oder Gefäßprobleme auszuschließen.

Sicherheit geht vor

Wenn Sie Eisbaden im See oder Meer bevorzugen, gehen Sie am besten immer zu zweit – nicht nur, weil es dann mehr Spaß macht, sondern auch weil im Notfall eine helfende Hand entscheidend sein kann. Auch wichtig in natürlichen Gewässern: Halten Sie im Wasser immer Bodenkontakt – zumindest, wenn Sie das Eisbaden erst kürzlich für sich entdeckt haben.

Die passende "Dosis"

Eisbaden ist wie eine Art Sport - je besser Sie trainiert sind, desto länger halten Sie durch. Natürlich spielt dabei auch die Wassertemperatur eine entscheidende Rolle. Bleiben Sie bei den ersten Malen nur ein paar Sekunden im kalten Nass und steigern Sie sich dann langsam. Als Orientierung kann Ihnen auch die folgende Dosierungstabelle der Ärzte Latyshev und Bokshej helfen:

Anfänger:

  • 0°C Wassertemperatur: 5-30 sek.

  • 5°C Wassertemperatur: 10-25 sek.

  • 10°C Wassertemperatur: 12-35 sek.

  • 15°C Wassertemperatur: 15-55 sek.

Fortgeschrittene:

  • 0°C Wassertemperatur: 30 sek.-1:15 min.

  • 5°C Wassertemperatur: 45 sek.-1:30 min.

  • 10°C Wassertemperatur: 50 sek.-2 min.

  • 15°C Wassertemperatur: 1:15-4 min.

Trainierte:

  • 0°C Wassertemperatur: 3-5 min.

  • 5°C Wassertemperatur: 5-10 min.

  • 10°C Wassertemperatur: 8-16 min.

  • 15°C Wassertemperatur: 17-30 min.

Den Kopf oben lassen

Tauchen Sie ganz langsam Schritt für Schritt ins Wasser ein – dabei den Kopf immer oben bzw. trocken lassen. Besonders hilfreich hierfür sind eine Badekappe oder eine warme Mütze. Versuchen Sie ruhig und kontrolliert zu atmen.

Aufwärmen

Sie haben es geschafft – herzlichen Glückwunsch! Jetzt heißt es wieder aufwärmen. Direkt nach dem Eisbaden verstärkt sich der Kältereiz zunächst, da sich kaltes und warmes Blut wieder vermischen – der sogenannte „After Drop“. Packen Sie sich also am besten in einen Bademantel ein und dann geht’s rein ins Warme.

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